Der Bodengrund im Nano Cube Aquarium - Welcher Aquariumkies ist tatsächlich geeignet?
Der Bodengrund ist ein wichtiger Bestandteil für ein gut funktionierendes Nano Cube Aquarium. Er gibt dem Aquarium nicht
nur ein natürlicheres Aussehen. Er ist für ein gutes und gesundes Pflanzenwachstum im Nano Cube Aquarium besonders wichtig.
Weiterhin dient er einigen Fischarten als Laichsubstrat oder auch als Wühlgrund. Es werden mittlerweile sehr viele
verschiedene Kies-Sorten im Handel angeboten. Doch nicht jeder Aquariumkies ist wirklich für ein Nano Cube Aquarium geeignet.
Nachfolgend erfährst Du, welche Eigenschaften ein guter Aquariumkies haben sollte.
Die Bedeutung des Bodengrundes im Süßwasser-Aquarium
Jedes Aquarium in einem Wohnraum soll normalerweise auch durch eine schöne und harmonische Optik gefallen. Ganz wichtig für
ein schönes und natürliches Aussehen ist dabei ein gesunder Pflanzenwuchs. Die bunten Farben der Fische kommen vor dem
Hintergrund der verschiedenen Grün-Töne der Wasserpflanzen viel besser zur Geltung. Gesunde Wasserpflanzen lassen ein
Aquarium insgesamt harmonischer aussehen. Aber Wasserpflanzen übernehmen noch eine weitere wichtige Aufgabe in einem
Aquarium. Sie bauen Stoffwechsel-Produkte (Stickstoff-Verbindungen) der Fische ab. Sie sorgen so dafür, dass diese für die
Fische teilweise gefährlichen Stoffe im Wasser nicht in zu hohen Konzentrationen auftreten. Damit die Wasserpflanzen diese
Aufgaben erfüllen konnen, ist ein geeigneter Bodengrund von enormer Bedeutung.
Einige Fischarten, wie z.B. die Familie der Welse, suchen den Bodengrund ständig nach etwas Fressbarem ab. Es versteht sich
von selbst, dass die Beschaffung des Bodengrundes so sein sollte, dass die bodenbewohnenden Fische sich nicht daran
verletzen können.
Auch die Farbe des Bodengrundes ist den meisten Fischen nicht egal. Viele Fische bevorzugen einen eher dunklen Bodengrund.
Ein heller Bodengrund reflektiert das Licht sehr stark und stört so das Wohlbefinden einiger Fischarten.
Der Bodengrund hat auch eine Bedeutung für die in ihm lebenden Bakterien. Diese sind durchaus sehr nützlich für das
Aquarium, denn sie unterstützen die Filter-Bakterien im Abbau bzw. Umgestaltung der anfallenden Abfallstoffe.
Wie muss ein guter Aquariumkies beschaffen sein?
Zunächst einmal muss gesagt werden, dass die Meinungen zum richtigen Bodengrund unter den Aquarianern teilweise auseinandergehen.
Ich möchte daher im Folgenden meine eigenen Erfahrungen aus vielen Jahren aktiver Aquaristik wiedergeben.
Die Höhe des Bodengrundes
Der Bodengrund in meinen Aquarien mit Wasserpflanzen ist ca. 4 bis 6 cm hoch. Das ist meiner Meinung nach für die
allermeisten Wasserpflanzen völlig ausreichend.
Die Körnung vom Aquariumkies
Am besten sind entweder grober Fluß-Sand von 1,5 mm oder Kies mit einer 2-4 mm Körnung. Ich persönlich bevorzuge den
Aquariumkies in der 2-4 mm Körnung, weil ich mit diesem Kies die besten Erfahrungen gemacht habe und dieser Kies außerdem
im Handel sehr preisgünstig angeboten wird. Feinerer Sand ist ungeeignet, weil darin das Wasser nicht mehr durch den Boden
zirkulieren (oder besser gesagt: diffundieren) kann. Auch der mit der Zeit anfallende Mulm verstopft die feinkörnigen
Sandböden noch zusätzlich. Eine Durchlüftung des Bodengrundes ist aber für die im Boden lebenden Bakterien sehr wichtig.
Ohne Durchlüftung des Aquariumkies sind die "guten" Boden-Bakterien nicht überlebensfähig. Auch die Wurzeln der Pflanzen
mögen es lieber, wenn das Aquariumwasser relativ frei durch den Aquariumkies zirkulieren kann. Dadurch werden fortlaufend
Nährstoffe an die Wurzeln der Pflanzen transportiert, die sonst nicht dorthin gelangen würden.
Der Aquariumkies darf aber auch nicht zu grobkönig (> 8 mm) sein. Viele Pflanzen haben sehr feine Wurzeln. Diese können
sich sich in einem zu grobkörnigen Aquariumkies nicht richtig verankern und treiben so sehr schnell an die Wasseroberfläche.
Die Beschaffenheit vom Aquariumkies
Der Aquariumkies sollte sauber und frei von Schwebstoffen jeglicher Art sein. Auch original-verpackten Aquariumkies solltest Du
vorher gründlich wässern und durchspülen. Das abfließende Wasser sollte relativ klar sein, bevor Du den Kies in das Aquarium
füllst.
Der Aquariumkies sollte auf gar keinen Fall scharfkantig sein. Welse oder andere gründelnde Boden-Fische könnten sich darin
schnell verletzen. Auch sehr hellen Aquariumkies solltest Du vermeiden. Er reflektiert das einfallende Licht sehr stark und
stört so das Wohlbefinden einiger Fischarten (z.B. die Roten Neon). Das heißt jetzt aber nicht, dass der Aquariumkies
unbedingt schwarz sein sollte. Es werden reichlich Natur-Kies-Sorten angeboten, die aus verschiedenfarbigen Kieseln
bestehen. Die Mischung macht's.
Härtebildner im Aquariumkies
Manche Fische und Pflanzen benötigen sehr weiches Wasser. Für sie muss der Aquariumkies unbedingt frei von Härtebildnern
(Kalk) sein. Auch Schneckenhäuser oder Muschelschalen müssen aus dem Aquariumkies aussortiert werden. Denn der darin
enthaltene Kalk würde selbst in kleinsten Mengen das Aquarium-Wasser mit der Zeit wieder aufhärten. Am besten schaust Du
dir die Produktbeschreibung vom Aquariumkies genau an, denn es wird auch Aquariumkies angeboten, der leicht kalkhaltig ist.
Diese kalkhaltigen Kies-Sorten würde ich auf keinen Fall für das Nano Cube Aquarium verwenden.
Wenn Du dir nicht ganz sicher bist, kannst Du mit einem Test feststellen, ob der Aquarium-Kies Kalk enthält. Dazu tropft man
technische Salzsäure (33-prozentig, in der Apotheke erhältlich) ganz vorsichtig auf den Aquariumkies. Wenn es dabei
aufschäumt, ist der Aquariumkies kalkhaltig und sollte für ein Weichwasser-Aquarium nicht verwendet werden. Aber Achtung:
Beim Umgang mit der technischen Salzsäure ist äußerste Vorsicht geboten. Auch die 33-prozentige Salzsäure ist noch stark
ätzend!
Pflanzennährböden als Zusatz für den Aquariumkies
Die Frage nach der Zusammensetzung des Bodens wird in Fachkreisen kontrovers diskutiert. Einige schwören auf einen
speziellen Pflanzennährboden als Schicht unterhalb vom Aquariumkies. Diese Nährboden geben den enthaltenen Pflanzendünger
nur langsam ab und haben so eine langfristige Depot-Wirkung. Die Wasserpflanzen sollen so eine kontinuierliche und
langfristige Nährstoffversorgung erhalten.
Ich persönlich verwende diese Nährböden aber nicht in meinen Aquarien. In meinen Becken befindet sich ausschließlich glatt
gewaschener Kies. Denn man muss über Wasserpflanzen wissen, dass nur relativ wenige Wasserpflanzen den größten Teil ihrer
Nährstoffe über die Wurzeln aufnehmen. Die meisten echten Wasserpflanzen nehmen die Nährstoffe in gelöster Form direkt
aus dem Wasser auf. Diese Pflanzen sind dazu mit sogenannten Hydropoten ("Wassertrinkern") ausgestattet. Diese befinden
sich an den Blättern. Andere Pflanzenarten besitzen kleine Spaltöffnungen an ihren Blättern. Über diese nehmen sie das
nötige CO2 und andere Nährstoffe in gelöster Form auf. All diesen Wasserpflanzen dient der Aquariumkies überwiegend nur
als fester Halt für ihre Wurzeln.
Bei Wasserpflanzen, die den Haupteil ihrer Nährstoffe über die Wurzeln beziehen, drücke ich sogenannte Düngekugeln direkt
in den Wurzelbereich der Pflanze. Auch diese Düngekugeln besitzen eine langfristige Depot-Wirkung indem sie den enthaltenen
Dünger nur nach und nach an die Wurzeln der Aquarium-Pflanzen abgeben. Auf diese Weise können bedürftige Wasserpflanzen
ganz gezielt gedüngt werden.
Geeigneter und im Zoofachhandel erhältlicher Aquariumkies
Naturkies fein, Körnung 1-2 mm
|
Naturkies mittel, Körnung 3-5 mm
|
Naturkies grob, Körnung 4-8 mm
|
Glanzkies schwarz, Körnung 1-3 mm
|
Naturkies reine Naturfarben gemischt, Körnung 2-4 mm
|
Naturkies reine Naturfaben grün, Körnung 2-4 mm
|
Naturkies reine Naturfarben rot, Körnung 2-4 mm
|
Naturkies reine Naturfarben rosin, Körnung 2-4 mm
|
Naturkies reine Naturfarben schwarz, Körnung 2-4 mm
|
Farbkies rot, Körnung 2-3 mm
|
Farbkies blau, Körnung 2-3 mm
|
Farbkies grau, Körnung 2-3 mm
|
Die aufgeführten Kiessorten gibt's hier im Angebot:
Zooplus
Zurück zur Startseite